Zitate von Wilhelm Raabe

(8. September 1831 - 15. November 1910)
  • „Jemand, der im Nachdenken darüber, ob er Perron oder Bahnsteig sagen soll, den Zug versäumt.“
  • „Einen Mund mit einem Schloss davor soll der Krieg, die Diebeshetze und die Liebe im Schilde führen.“
  • „In der Dunkelheit geboren, blieb sie in der Dunkelheit, säugte ihr Kind, stellte es auf die Füße, lehrte es das Gehen; stellte es für das ganze Leben auf die Füße und lehrte es für das ganze Leben das Gehen. Das ist ein großer Ruhm, und die gebildetste Mutter kann nicht mehr für ihr Kind tun.“
  • „Es gibt ein Reich der Freiheit, Ruhe und stolzen Gelassenheit, dessen Bürgerbrief wir zu besitzen glauben, und das uns keine Macht der Welt entreißen soll, in dem man den Sieg gerade dann am festesten hält, wenn die Widersacher am lautesten den Sieg über uns kreischen.“
  • „Man kommt nicht in die Welt, um sich auszusuchen, sondern um ›vorlieb‹ zu nehmen.“
  • „Und wenn der Tod kommt, meinen sie doch immer wieder, das sei das Neueste und noch nicht dagewesen.“
  • „Was einen, wenn man jung ist, als eine Mücke umschwirrte, das wird im Alter zur Hornisse.“
  • „Gott, der große Magister, weiß sehr gut, daß sein Völklein erst mit großem Weh ›mensa‹ – der Tisch – deklinieren lernen muß, ehe es zum großen Verbum ›amare‹ kommt.“
  • „Das große offene Weltgeheimnis liegt in seiner ganzen Schönheit und Herrlichkeit vor uns im Lichte des eben gegenwärtigen Tages. Freue dich, daß du in der Welt bist und zu den Wundern mitgehörst.“
  • „Alles in der Welt geht in der Wellenlinie. Jede Landstraße und so weiter. Wehe dem, der überall ein Lineal anlegt!“
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