Zitate von Otto von Leixner

(24. April 1847 - 12. April 1907)
  • „Vieler Menschen Leben ist ein stetes Unterhandeln mit dem Laster. Sie unterwerfen sich ihm nicht und besiegen es nicht. Man nennt sie »anständige Leute«.“
  • „Man kann im Menschenauge lesen, ob ein Herz Gott in sich trägt oder nicht. Das ihn entbehrende kann flammen, blitzen, zünden, aber es leuchtet und es wärmt nicht.“
  • „Ergebnis Gar vieler Menschen Leben hat Ein jämmerliches Resultat: Sie mußten übermenschlich leiden, Um sich zu nähren und zu kleiden.“
  • „Deutsch sein heißt vielen: amerikanisch, englisch, französisch oder japanisch – aber um alles in der Welt nicht deutsch sein!“
  • „Einige Zeit glaubte man, daß die Menge alles sei und der einzelne nichts; jetzt beginnt sich die schon seit langem vorbereitete Meinung zu verbreiten, daß die Menge nichts ist und der einzelne alles. Beide Standpunkte führen am letzte Ziele zum Widersinn.“
  • „Einer der feinsten Genüsse des Menschenkenners besteht darin, zu erleben, wie bei seinem Mitmenschen die ursprüngliche Empfindung in Berechnung übergeht und Berechnung zur Natur wird.“
  • „Wir haben in den trübsten Stunden ein Heilmittel zur Hand: das Denken an eine geliebte Menschenseele.“
  • „Das geistige Wesen der Liebe offenbart sich am klarsten darin, daß wir mit leidenschaftlicher Innigkeit Menschen umfassen können, die wir niemals gesehen haben, und glücklich sein können in solcher Seelenliebe.“
  • „In Zeiten der Begeisterung für das Vaterland zu sterben ist leichter, als in den nüchternen Tagen dafür zu leben mit Gedanken, Wort und Tat.“
  • „Bei vielen Frauen leben Religion und Sittlichkeit jedes für sich. Sie würden sich's nie vergeben, falls sie katholisch sind, die Osterbeichte zu versäumen; sie schelten über alle, die ungläubig sind; aber nichts in ihnen hält sie ab, die Mitmenschen lieblos zu verdammen und gegen Niedrigstehende hart und hochmütig zu sein. Ein Beweis, daß ihr Gott ein Schatten, ihre Religion ein eingebildetes Spiel ist.“
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