Zitate von Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues

(6. August 1715 - 28. Mai 1747)
  • „Unser Herz bestimmt unsere Leidenschaften, der Verstand hat sie zu lenken.“
  • „Wie oft höre ich die Menschen doch behaupten, dieser oder jener Gedanke eines Werkes sei gar nicht neu. Fragt man sie aber, ob er der Wahrheit entspräche, schweigen sie betroffen.“
  • „Es sieht nicht so aus, als ob die Natur die Menschen zur Unabhängigkeit geschaffen habe.“
  • „Allzu großes Mißtrauen ist ebenso schädlich wie allzu großes Vertrauen. Wer das Risiko, hintergangen zu werden, nicht auf sich nehmen will, wird es im Leben nicht allzu weit bringen.“
  • „Nichts verfälscht unser Urteil über das Leben so sehr wie der Gedanke an den Tod.“
  • „Ich verachte die Strenge und halte sie nicht für unbedingt nötig. Waren die Römer streng? Verbannten sie nicht Cicero, weil er die Hinrichtung des Lentulus veranlaßt hatte, der doch des Verrats schuldig erkannt worden war? Und begnadigte der Senat nicht die Mitschuldigen des Catilina? So herrschte die mächtigste Nation der Welt. Und wir, ein kleines, grausames Völkchen, glauben immer verurteilen und strafen zu müssen.“
  • „Liebe ist die Urmutter des Menschengeschlechts.“
  • „Man kann schlecht von einem Menschen denken und doch wahrhaft sein Freund sein. Wir sind nicht so zartbesaitet, daß wir nur die Vollkommenheit lieben könnten; es gibt sogar Laster, die uns gefallen, sogar an andern.“
  • „Gewissen, Ehre, Keuschheit, Liebe und Achtung sind käuflich. Wer sie billig abgibt, steigert nur die Überlegenheit der Reichen.“
  • „Am günstigsten wäre es, von Natur aus standhaft und aus Überlegung nachgiebig zu sein.“
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