Zitate von Friedrich Heinrich Jacobi

(25. Januar 1743 - 10. März 1819)
  • „Wer an Freundschaft glaubt, muß notwendig auch an Tugend, an ein Vermögen der Göttlichkeit im Menschen glauben. Wer an ein solches Vermögen, oder an Tugend nicht glaubt, kann auch unmöglich an wahre, eigentliche Freundschaft glauben; denn beide gründen sich auf ein und dieselbe Anlage zu uneigennütziger, freier, unmittelbarer und darum unveränderlicher Liebe.“
  • „Es lehren Erfahrung und Geschichte, daß des Menschen Thun viel weniger von seinem Denken, als sein Denken von seinem Thun abhängt, und daß seine Gedanken sich nach seinen Handlungen richtet und sie gewissermaßen nur abbilden.“
  • „Von denen, welche sich rühmen, daß sie die Wahrheit suchen, bloß um der Wahrheit willen, suchen die meisten nur ein System; und wenn sie nur irgendeins gefunden haben, so sind sie zufrieden.“
  • „Echte Natur ist niemals, Affektation hingegen überall lächerlich.“
  • „Die wahre Aufmerksamkeit entsteht durch die Liebe.“
  • „Der Despotismus ist bequemer als die Freiheit, wie das Laster bequemer als die Tugend ist.“
  • „Philosophie ist ein inwendiges Leben. Ein philosophisches Leben ist ein gesammeltes Leben. Durch wahre Philosophie wird die Seele still, zuletzt andächtig.“
  • „Die Gerechtigkeit ist die Freiheit derer, welche gleich sind; die Ungerechtigkeit ist die Freiheit derer, welche ungleich sind.“
  • „Die Menschen suchen nicht Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit; sie suchen nur sich selbst; – und wüßten sie nur sich selbst recht zu suchen!“
  • „Ungeheuchelte Hochachtung ist die Basis wahrer Freundschaft, und ungeheuchelte Hochachtung kann ohne ungeheuchelten Tadel, da, wo Tadel Platz findet, nicht bestehen.“
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